Eine der häufigsten Fragen, die uns gestellt wird: Läuft PVD-Gold wirklich an? Die kurze Antwort lautet: Nein – nicht so wie herkömmlicher vergoldeter Schmuck. Hier erfahren Sie, warum das wichtig ist und was mit den verschiedenen Beschichtungsarten im Laufe der Zeit tatsächlich passiert.
Was ist eine PVD-Beschichtung?
PVD steht für Physical Vapour Deposition (physikalisches Gasphasenabscheiden). Dabei handelt es sich um ein vakuumtechnisches Verfahren, bei dem eine dünne Materialschicht – in unserem Fall 18-karätiges Gold – auf molekularer Ebene direkt mit einem Edelstahlsubstrat verbunden wird. Das Ergebnis ist eine Beschichtung, die sich grundlegend von einer Galvanisierung unterscheidet, bei der lediglich ein dünner Goldfilm auf die Metalloberfläche aufgebracht wird.
Wie herkömmliche Vergoldungen anlaufen
Bei herkömmlichem vergoldetem Schmuck wird ein Verfahren namens Galvanisierung verwendet, um ein Basismetall (in der Regel Messing oder Kupfer) mit einer dünnen Goldschicht zu überziehen. Diese Beschichtung ist empfindlich. Sie reagiert mit Feuchtigkeit, Sauerstoff, Schweiß, Parfüm und Hautfetten. Im Laufe der Zeit – manchmal innerhalb weniger Wochen – nutzt sich die Goldschicht ab und legt das darunterliegende Basismetall frei. Dann bekommt man grüne Haut, Verfärbungen und diese typischen matten Stellen, wo früher Gold war.
Warum PVD anders ist
PVD-Gold liegt nicht einfach auf dem Metall – es verbindet sich mit ihm. Die Beschichtung wird in einer Vakuumkammer bei hohen Temperaturen aufgebracht und bildet so eine molekulare Bindung zwischen dem Gold und dem Edelstahlsubstrat. Das Ergebnis ist eine Oberfläche, die deutlich härter und widerstandsfähiger gegen Folgendes ist:
- Wasser und Feuchtigkeit
- Schweiß und Körperfette
- Hitze und UV-Strahlung
- Alltägliche Reibung und Abnutzung
PVD-Beschichtungen werden für Komponenten in der Luft- und Raumfahrt, medizinische Implantate und Schneidwerkzeuge verwendet – Bereiche, in denen die Oberflächenbeständigkeit entscheidend ist. Wenn man dieselbe Technologie auf Schmuck anwendet, erhält man Gold, das sich anders verhält als alles, was Sie aus einem herkömmlichen Schmuckkästchen kennen.
Nutzt sich PVD-Gold irgendwann ab?
Theoretisch kann jede Oberflächenbeschichtung bei jahrelanger, kontinuierlicher Reibung verschleißen. In der Praxis behält täglicher PVD-beschichteter Edelstahlschmuck sein Finish über Jahre hinweg – weit über die Lebensdauer einer herkömmlichen Vergoldung hinaus, die bereits nach wenigen Wochen Verschleiß zeigen kann. Das 316L-Edelstahlsubstrat korrodiert ebenfalls nicht. Selbst im unwahrscheinlichen Fall erheblicher Oberflächenabnutzung kommt es daher nicht zu einer grünen Hautreaktion.
Fazit
PVD-Gold läuft unter normalen Tragebedingungen nicht an. Sie können damit duschen, schwimmen, schlafen und schwitzen. Es kommt der Leistung von massivem Gold am nächsten – ohne den Preis von massivem Gold. Deshalb wird jedes Stück der Kollektion The Arcive genau so gefertigt.